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Frühling
im Bayerischen Wald |
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Der Frühling in der Mundart
Wollen wir uns mit dem "Ausweats" beschäftigen, also mit dem Frühling. "Eadaweis", also
an manchen Orten, nennt man den Frühling auch "Loussn" oder "Lassen". Wer an diesen sonnigen
Tagen im Wald spazieren geht und die warmen Strahlen genießen möchte, der muss auf seine
Schuhe achten - dann meist stapft man durch tiefsten "Läddn" und "Glädsch", also durch
klebrig, feuchte Erde. Täuschen lassen darf man sich von den schönen Tagen Anfang April
nicht - denn erstens kann es jederzeit noch einmal kräftig "herflinseln" (leicht schneien),
andererseits kommt es sogar vor, dass es noch einmal "Baamhackl schneibt". "Baamhackl" sind
¨brigens krankhafte Krusten an den Händen. Jedenfalls hat's im April gerne "a luusads Weda"
- was genaues weiß man eben nicht. Trotzdem: Jetzt ist die Zeit, die "Bleamescherm" und
"Buuschlaal" (Blumentöpfe) auf Balkon und Terrasse zu stellen und auf fröhliches
Wachstum zu warten. Zuvor sollte man aber noch den "Dragadsch" aus der "Schupfa" holen und den
Garten aufrümen. Ein Dragatsch ist übrigens nichts anderes als "a Raaltrong" - ein
Schubkarren.
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